V. Liedersingenswettbewerb mit Liedern aus der Szeret-Gegend in Bákó

Der Liedersingenswettbewerb am 22. November 2008 war ein richtiges Fest der tschango-ungarischen Kultur. Der Wettbewerb wurde vom Verband der Moldauer Tschango-Ungarn (MCSMSZ) organisiert.
Dieses Jahr trafen zum fünften Mal die besten Sänger aus jenen Dörfern, die am ungarischen Bildungsprogramm teilnehmen. Anlässlich des 5. Jubiläums wurde der Wettbewerb im Komitatssitz, Bákó veranstaltet. Wir warteten aufgeregt auf diesen Tag, waren neugierig, wie es verlaufen wird, da in dieser Großtadt, wo mehr als 25% der Bewohner Tschango-Ungarn sind, wurde noch nie ein so langes ungarisches Kulturprogramm veranstaltet.
Schon früh am Morgen erschienen die Kinder und ihre Begleiter, die Lehrer und Eltern und Mitschüler, die die Daumen drückten, am Ort des Wettbewerbs. Es gab so viele Interessenten, dass Schüler aus Csíkszereda, Kostelek, Somoska, Klézse und Buda sogar mit extra Bussen gekommen sind. Die Schule, wo die Veranstaltung stattfand, war um 10 Uhr schon voll! Nach dem ausgiebigen Frühstück erschienen die kleinen und größeren Teilnehmer in wunderschönen, bunten Trachten.
Um 11 Uhr fing es an! Dieses Mal sangen die Kleinen (I-IV. Klasse) und die Großen (V-VIII. Klasse) in zwei verschiedenen Räumen. Auf beidem Ort begann der Wettbewerb mit der Produktion der Sieger vom letzten Wettbewerb bzw. der Schüler, die nächstes Jahr im Gymnasium weiterlernen werden. Die Produktion hat die Teilnehmer sehr begeistert. Dann folgten die Kinder mit ihren wunderschönen Stimmen und Liedern. Die Jury musste viel fragen, es gab kaum Teilnehmer, der nur die zwei vorgeschriebenen Lieder singen sollte. Wir können feststellen, dass die Kinder sehr gut vorbereitet waren und sie haben uns ein reiches Repertoire vorgeführt. Bis die Jury ihre Entscheidung traf, haben wir zu Mittag gegessen und es geschah ein kleiner Zauber: es begann zu schneien- der erste Schnee in diesem Jahr! Nach dem Mittagessen erfahren wir die Ergebnisse. Vor der Preisübergabe unterhielten uns Tünde Ivánovics und Géza Fábri, Mitglieder der Kapelle „Mentés Másként” (= „Speichern als...”). Dann erzählten die zwei Hauptjurys, Géza Fábri und Mária Domokos ihre Erfahrungen und Gedanken über den Wettbewerb. Letztendlich erhielten die Kinder ihre Preise.
Einige haben geweint,andere haben gelacht, aber auf jeden Fall haben alle stolz den gewonnenen Preis übernommen. Dieses Mal wurden auch die Lehrer,die die Kinder vorbereitet haben beschenkt, sie haben die Geschänke begleitet vom Beifall der Kinder bekommen.
Am Nachmittag fand jeder etwas Interessantes für sich. Mit Hilfe unserer Lehrer konnten die Kinder basteln, tanzen und singen, die Gruppe aus Kostelek hat sogar ein spontanes Fest gemacht.
Ab 7 fing die ungeduldig gewartete Gala an. Um 7 war das Bakoer Theater voll mit Kindern, Lehrern, Eltern und anderen Interessenten. Die Gala wurde mit dem Singen von Stefánia Horváth, Siegerin des letzten Wettbewerbs und Adrián Solomon, Vositzender des Verbandes der Moldauer Tschango-Ungarn eröffnet. Und das Wunder setzte sich fort!
Die Produktion der Gruppe aus Kostelek hat dem Publikum sehr gefallen. Obwohl einige Mitglieder der Tanzgruppe „CARASELUL” aus Diószén nur gebrochen ungarisch sprechen, waren stolz, dass sie hier sein könnten und haben viel Mühe gegeben. Nach der wunderbaren Tanzproduktion der Kinder aus Somoska, hörten wir uns das Flötenspiel, die Lieder und die Märchen der Schüler aus Csíkszereda. Sie werden ab nächstem Jahr im Gymnasium weiterlernen. Dann kamen die Sieger des Wettbewerbs vom Vormittag auf die Bühne, ihnen folgten die Burschen aus Lészped, die witzige Geschichten vortrugen.
Die Gäste wurden von Oszkár Füzesi, ungarischer Botschafter aus Bukarest begrüßt. Dann folgte die Festrede von Iulian Bucur aus Újfalu, die alle Zuhörer berührt hat. Der Arbeiter des Bákóer Museums hat offen und stolz über die Sprache und Kultur seiner Ahnen gesprochen. Am Ende der Gala sang uns Frau Erzsi Pálinkás Lieder aus Somoska, danach hörten wir uns die Kapelle „Mentés Másként” an. An das Kobozspiel (ungarisches Musikinstrument) von Géza Fábri und die Stimme von Tünde Ivánovics werden wir uns noch lange erinnern.
Ergebnis des Wettbewerbs:
I-IV. Klasse
I. Valéria Pustianu - Pusztina
II. Mária Turbuk - Magyarfalu und Gábor Váta - Kostelek
III. Francsiszka Hodea - Diószén und Andrea Sándor - Lészped

V-VIII. Klasse
I. Júlia Roxána Tamás - Pusztina
II. Paulina László, Ioana László - Buda
III. Mária Janku - Magyarfalu und Gyula Csorba - Lészped
Mitglieder der Jury:
I-IV. Klasse:
Mária Domokos, Márta Csóti, Erzsébet Bajtai
V-VIII. Klasse:
Tünde Ivánovics, Zsuzsa Nemes, Géza Fábri


Vielen Dank für ihre Hilfe:

Oszkár Füzesi, Bukarester Botschafter der Ungarischen Republik. Er war der Patron unserer Veranstaltung. Ihre Frau, Erzsébet Bajtai war den ganzen Tag mit uns und hat sehr viel geholfen!
Die Grundschule „Domnita Maria” sicherte die Räume für den Wettbewerb.
Das Bákóer George-Bacovia-Theater sicherte den Raum für die Gala und den tachnischen Hintergrund.
Gábor Dávid, Levente Ormosy und Szilveszter Nagy sind unsere Freunde und auch Pateneltern. Sie haben die meisten Geschenke für den Wettbewerb gesammelt und nach Bákó gebracht.
Danke für die Unterstützung des Hungaroton Records und Etnofon Records.
Vielen Dank für die Stiftung „Gyepü Népe” und Tamás Tündik, die u.a. das Repertoire des Wettbewerbs aufgenommen haben.
Herzlichen Dank...
...für die Jury für ihre Arbeit!
...für die Produktion aller Teilnehmer, Sänger und Gruppen und natürlich ihre Lehrer, die sie vorbereitet haben!
... für alle, die etwas geholfen haben und zur Organisation dieses schönen Festes beigetragen haben!

 

Endre Farkas-Ferencz


Klatschen...diesmal anders

Der V. Liedersingenswettbewerb mit Liedrn aus der Szeret-Gegend endete. Einige Momente sind mir unvergesslich! Stellen Sie sich vor, Lehrer, die den Kindern bei der Vorbereitung geholfen haben, wurden beschenkt! Vielen Dank dafür, es war überraschend und sehr nett von den Organisatoren.
Die letzten Momente der Gala waren unvergesslich. Das Programm endete mit der Produktion der Kapelle „Mentés Másként”. Sie waren sehr erfolgreich, Kleinen und Großen haben mitgesungen und begeistert geklatscht. Und dann...passierte etwas...Die Frau auf der Bühne begann DEM Publikum zu klatschen. In diesem Klatschen steckte alles drin. Die Anerkennung für die Kinder, die gegen alle physiche und seelische Schwirigkeiten die Ungarischstunden besuchen. Es war Anerkennung der Lehrer, die trotz ihrem Alter ein so abenteuerlisches Leben führen können (wollen). Es war Anerkennung der Büroarbeiter, die nicht einmal das Erlebnis haben können, sich mit den Kindern zu beschäftigen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir können stolz sein, unser immer größer werdender Team funktioniert super. Wir sollen unsere Arbeit so verrichten, dass wir witerhin solche Geste wert sind. Und wir sollen weitere Anerkennungen bekommen, entweder in Form eines Klatschens oder auf anderer Weise. Wir sollen es schätzen, wie wir auch im Dorf, wo wir leben und arbeiten geschätzt werden.


Vielen Dank, Krisztina Máthé, Frumósza

Übersetzt aus dem Ungarischen von: Adrienn László-Gárdonyi 

 

4.02.2009

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