Dementi des Inhalts vom dem Brief des Bezirksbischofs Petru Gherghel

“Ihren am 9. Februar 2009 als Email geschickten Brief zu beantworten, möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich über ihm erstaunt bin, vor allem weil Sie sich für die römisch-katholischen Gläubigen der Diözese Jászvásár interessieren und selbstverständlich habe ich eine Untersuchung vor Ort ausführen lassen.”

 

Für die Untersuchung ist auch ein gutes Bispiel, was dem im Jahre 1991 dem römisch-katholischen Bischof addressierten und von den Einwohnern von Pusztina untergeschriebenen Instanz gefolgt hat, in welchem Instanz Bischof Petru Gherghel darum gebeten wurde, die Messe auch auf Ungarisch zu zelebrieren. Das von 200 Personen untergeschriebene Instanz wurde von dem Sekretär des Bischofs und seinem Vertreter Grigore Duma entgegengenommen, mit einer Zahl für Registration wurde es nicht versehen, aber eine schriftiche Antwort des Bistums wurde versprochen, die aber bis jetzt nicht angekommen ist.
Dagegen hat Grigore Duma in den dem “erfolgreichen” Gehör folgenden Tagen mit dem zuständigen Person die Parokie von Pusztina besucht und – den Methoden des “Seku” ähnlich - hat er angefangen diejenigen einzurufen, die das Instanz untergeschrieben haben. Viele haben dafür, was sie untergeschrieben haben, die Verantwortung genommen, aber andere - unter Erdrückung und wegen der Angst vor ihrer Vergangenheit, in der es nicht erlaubt war sich anzunehmen, dass man zu einer anderen Nation gehört als die Rumänische – haben es verleugt. Dieser Fall hat die Bewohner des Dorfes gegeneinander gewendet.

 

“Sowohl die Feststellungen unseres Delegierten , als auch die schriftliche Erklärung des Pfarrers von Ort – des von der Gemeinschaft Szitás (Nicoreşti) hochgeschätzten Pastors Inocenţiu Arcana - bestätigen, dass niemand den in der Schule unter gesetzlichen Rahmen veranstalteten ungarischen Stunden entgegen ist, falls sie verlangt werden und nötig sind, wie niemand den Englischen, Französischen, Deutschen und Italienischen Stunden entgegen ist. Der Unterrichtsplan wird den Unterrichtsvorschriften und den wircklichen Bedürfnissen der Schule und der Gemeinschaft gemäß zusammengestellt.
Was die Verhältnisse des Pfarrers von Szitás und anderer von Ihnen erwänten Priester betrifft, ist es nicht nachgewiesen, dass es eine wirckliche feindliche Kampagne gegen der Unterricht der ungarischen Sprache geben würde. Man kann lieber beobachten, dass der Pfarrer einem Pastor ähnlich in der an ihn vertrauten Diözese die Ruhe, Moral und Glaube der Gläubigen überwacht.”

 

Der Status des Verbandes der Tschango-Ungar (später MCSMSZ) aus Moldva wurde vom gerichtlichen Beschluss legalisiert, dementsprechend arbeitet er und übt seine in der Satzung bestimmte Tätigkeiten aus. Dazu gehören auch die an die Unterricht der ungarischen Muttersprache gerichtete außerschulische Tätigkeiten. Die geltenden Gesetze schreiben nicht vor, dass diese Tätigkeiten von einer Schule, von Unterrichtsaufsehern oder anderen Institutionen erlaubt werden müssen. Aus den von dem Priester von Szitás gesagten stellt sich selbstverständlich heraus, dass er dem ungarischen Sprachkurs entgegen ist: “…es folgt, dass sie – weiss ich nicht – für einen Ausflug nach Ungarn geschickt werden, bald, irgendwann im Sommer, und wer weiss, was noch kommen kann. Also man muss die Sachen mit Vernunft bewirten, und geklärt. Man muss nachschauen, was ihr Ziel ist… derjenigen… ihrer Präsenz unter Ihnen. Ich persönlich verbiete den Eltern und Kindern, an diesen Stunden teilzunehmen. Es gibt ja Englischstunden, sie werden in der Schule veranstaltet, …, nicht privat, in der Heimat von jemandem, die nicht einmal die minimalen Voraussetzungen einer Unterricht entsprechen…”
Der zitierte Text und das in der Kirche aufgenommene Tonmaterial kann an der folgenden Addresse gelesen und gehört werden: http://ro.csango.ro/index.php?page=atac_nicoresti
Ein ählicher Fall ist letztes Jahr in Klézse vorgekommen, als der Priester den Kindern die Teilnahme an den, in der Schule unter gesetzlichen Rahmen veranstalteten Stunden verboten hat, gegenfalls seien sie bei der Firmung nicht empfangen. Den Eltern dieser Kinder wurden dazu geraten, ihr Instanz um ungarische Unterricht zu widerrufen. Und solche Fälle kommen in den römisch-katholischen Siedlungen der Diözese von Jászvásár, wo der MCSSZ tätig ist, immer wieder vor.

 

“Die in der erwähnten Diözese ausgefürte Untersuchung hat nicht erwiesen, dass der Pfarrer der Unterricht von irgendeiner Sprache entgegen wäre, wenigstens der von der ungarischen Sprache, da viele Personen aus der Siedlung in Ungarn arbeiten. Nicht einmal die befragten Gläubigen haben es so aufgefasst, dass der Pfarrer gegen der Sprache aufgetreten sei, sondern dass er sie von den Arbeitsmethoden der in dem Dorf angekommenen zwei Personen gewarnt hat, weil sie Verdacht auslösen.”

 

Die betroffenen zwei Personen sind am Anfang dieses Schuljahres (2008/2009) nach Szitás gekommen. Sie haben gearbeitet, um in dem gemieteten Haus bessere Umstände zu schaffen, sie haben die Bewohner kennengelernt, mit ihnen gesprochen und ihnen ihre Ziele mitgeteilt. Als sie mit ihrer Arbeit angefangen haben, haben sie sich gleich bei dem Pfarrer der Siedlung gemeldet, um die im Rahmen des Programmes von den vom MCSSZ ausgeübten Tätigkeiten ihm mitzuteilen. Der Priester hat gleich seine Absicht, um gegen den MCSSZ und seinen Tätigkeiten eine Kampagne anzuregnen, geklärt. Am Ende der Liturgie vertönte so genannte “Warnung” ist nach dieser Beschprechung gekommen. Die Katholische Kirche sollte die seit 10 Jahren ausgeübten Tätigkeiten des MCSMSZ anerkennen und sollte die Tatsache bekennen, dass die Lehrer niemals ungesetzlich oder die Autorität der Katholischen Kirche gefährdet tätig waren, sie sind weder Pedofile, noch handeln sie mit menschlichen Organen… usw.

 

“Anderseits betrachten wir natürlich die Tschango-Ungar als unsere Brüdern, mit denen wir nicht nur wegen dem geschichtlichen Konjunktur, sondern auch im geographischen und religiösen Sinne verbunden sind. Ich bin überzeugt, dass jeder die Recht hat, den Herrn auf seiner eigenen Muttersprache zu loben und vor allem – ich hoffe, dass Sie damit auch einverstanden sind – jeder muss als derjenige geachtet werden, als was er sich selbst verrät. Obwohl Sie über “Tschango-Ungar” aus Szitás und anderen Dörfern sprechen, zeigen die von dem rumänischen Staat ausgeführten Volkszählungen, dass sie sich meistens als Rumänen und Katholiker verraten haben und bis jetzt verraten.”

 

Die Tschango-Ungar aus Szitás und anderen Dörfern sind von ungarischer Nationalität, die Mundart der Tschango ist ein archaisches Dialekt der ungarischen Sprache. Wenn man diese Siedlungen besucht und hört auf welche Sprache diese Leute sprechen, kann es festgestellt werden, dass die Mehrheit der Erwachsenen und der Kinder diese Sprache in dem Alltag benutzt. Diese Zugehörigkeit zu verneinen ist ungerecht.

In den Daten der am Ende des XIX. Jahrhunderts und am Anfang des XX. Jahrhunderts gemachten Volkszählungen kommen viele als Ungar oder jene von ungarischer Muttersprache vor. Zum Beispiel: Das große geographische Wörterbuch von Rumänien (Marele dicţionar geographic al Româinei) – zusammengestellt von George Ioan Lahovari, ausgegeben im Jahre 1898 in Bukarest von der Rumänischen Geographischen Gesellschaft (Societatea Geograficâ Română):
Bezirk Bákó. Nach der Volkszählung im Jahre 1890 der Bezirk Bákó hatte 172.496 Einwohner. Verteilung der Bewohner gemäß der Nazionalität: 9.665 Rumänen, 1.199 Ungar, 7.369 Juden, 530 Armenier, 45 Griechen, 629 Deutscher, 20 Russen, 5 Serben, 18 Franzosen, 55 Italiener, 12 Scweizer, 2 Türken, 36 Bulgaren, insgesamt 19.200 Personen. Die Verteilung der Einwohner in den Dörfern: 123.132 Rumänen, 24.715 Ungar, 5.197 Juden, 47 Griechen, 111 Deutscher, 5 Russen, 5 Franzosen, 58 Italiener, 1 Engländer, 35 Bulgaren, insgesamt 152.296 Personen. Die Zahl der unter rumänischer Hoheitsgewalt stehenden Einwohner, zu denen ausser der Rumänen auch die Armenier, Ungar und Juden gehören ist 170.883. Die Katholische Kirche zählt in diesem Bezirk 32.463 Gläubigen, mehr als in anderen Bezirken des Landes. Der katholiche Bischof hat in dem Bezirk Bákó zwei eingeordnete Stelvertreter: einer in Trotuş, sein Amtssitz ist Tatrosvásár (Târgul-Trotuşul). Zu diesem Stellvertreter gehören 4 Diözesen: die in Tatrosvásár und die in den von Sekein bewohnten Dörfern, in Dormánfalva (Dărmăneşti), in Pusztina (Pustiana) und in Gorzafalva (Grozeşti). Der zweite Amtssitz der Stellvertreter ist der von Bákó, dessen Residenz Bákó ist. Zu diesem Stellvertreter gehören die Diözesen der von den Tschango bewohnten Dörfer nähmlich: Prezest (Prăjeşti), Bákó (Bacău), Lujzikalagor (Liuzi-Călugăra), Bogdánfalva (Valea Seacă), Nagypatak (Valea-Mare), Klézse (Cleja) und Forrófalva (Faraoani). Die katholischen Kirchen: 62 aktive, 2 im Bau, in diesen arbeiten 12 Priester, 54 Kantor und Kirchendiener. Zu dieser Religion gehören die Ungar, ihre Zahl ist 25.914, unter diesen 24.715 Personen in mehr als 80 Dörfern.

Ihre Zahl hat sich während 60-80 Jahren sehr vermindert. Seien sie alle verschwunden oder ausgewandert? Oder hat die auch von anderen Institutionen unterstützte Assimilationspolitik dazu geführt, dass sie ihre Zugehörigkeit nicht mehr bekennen?
Sogar Traian Băsescu Staatspräsident hat einen Ausschuss aufgestellt, der einen Bericht geschrieben hat (den sogenannten Tismăneanu – Bericht), der das kommunistische System verurteilt; in dem Teil auf die ungarische Minderheit bezüglich, auf der Seite 536 findet man drei solche Absätze, die sich von der gewaltsame Assimilation der Tschango und der daraufbezogene Veratwortung der Katholischen Kirche handeln. In dem Folgenden stellen wir die die Tschango betreffende Absätze dar: Die Assimilationspolitik des kommunistischen Systems hatte auch für die Situation der Tschango dramatische Folgen; zu dieser Gemeinschaft gehören ungefähr 60.000 Personen von ungarischer Muttersprache aus den Katholikern der Bezirken Neamţ und Bákó. Die ersten auf die gewaltsame Assimilation der Tschango gerichteten Versuche haben sich in dem Zeitraum zwischen den zwei Weltkriegen erfolgt, und die Katholische Kirche hat sich eine wichtige Rolle in diesem Prozess untergezogen. Die Erleichterung, damit die Tschango ihre Sprachidentität verloren, hat der Katholische Kirche die Möglichkeit gegeben, ihre Assimilation in die Ortodoxe Kirche anzuhalten (Landesagentur gegen Korruption – ANIC, Vorstand des Ministerrates – Geheimdienst (Serviciul Special de Iformaţii) Schriftstücksnummer: 63/1942, ff. 3-6.). Dieser Politik befolgend hatten die Tschango keine Möglichkeit, an Unterricht und Messe auf ihrer Muttersprache teilzunehmen. Im Rahmen der Angriffe gegen der Kirche hat die Rumänische Volkspartei den Ungarischen Volksbund benutzt, einen Netzwerk von ungefähr 40 Schulen mit Ungarisch als Unterrichtsprache in den von Tschango bewohnten Siedlungen ab 1948 zu errichten. Die Aufgabe dieser Schulen war, den Einfluss der Katholischen Kirche in der Gemeinschaft zu mindern. Die Schulen wurden zwischen 1953 und 1958 Schritt für Schritt eingeschlossen. In den siebzigern und achtizgern Jahren, als die Assimilationsvorgang beschleunigt wurde, diejenige Tschango, die sich als Ungar verraten haben, wurden von der Polizei und dem Securitate verfolgt.

 

“Ferner hoffe ich auch, dass Sie damit auch einverstanden sind, dass die Leute von Anderen aus Außen nicht gehetzt werden sollten und es keine gute Folgen hat, ihre Überzeugung im Bezug auf ihre Nationalität oder auf die von ihnen benutzten Sprache zu zerstören. Es wäre eine grosse Ehre, wenn man an ihre Fähigkeit ihre Sitten und Glaube zu bewahren und im Frieden mit Anderen zu leben, glauben würde.
Ich glaube nicht, dass sie in der Bewahrung ihrer Mundart oder der von ihnen gesprochenen Sprache einen Dienst erfüllen, da sie andere Werte mitbringen und zeigen, als sie in der Wahrheit fühlen und äussern.”

 

Wir sind damit einverstanden, dass die Leute nicht gehetzt werden sollen, aber die nicht-staatlichen Organen haben die Recht, sich darum zu bemühen, diese einzelhafte kulturelle Werte zu bewahren und dem Publikum vorzustellen. Diese Mundart ist von Europa anerkannt, der Europarat hat den Bericht Nummer 1541. diesbezüglich gelten lassen und einige Empfehlungen für den rumänischen Staat verfassen.
Wenn sie ihre eigene Geschichte, Werte und Wurzeln nicht anerkennen, werden diese Leute niemals gleichwertige Bürger dieses Landes und der europäischen Gemeinschaft. Es wäre eine grosse Ehre zu glauben, dass ihre Aussagen die Wahrheit entsprechen und dass diese Aussagen nicht von politischen Systemen, vom Bürgeramt, von der Polizei oder den Vertretern der Kirche beinflusst werden. Eine Mundart kann nicht anders bewahrt werden als mit der Kenntniss der Literatursprache und ihrer Werte und mit dem Respekt für jeden, das selbst zu wählen.

 

“Anderseit haben wir in der Diözese von Jászvásár keine “tschango-ungarische” Diözesen, wie Sie das in Ihrem Brief feststellen, sondern sie wurden immer als Diözesen von römisch-katholischen Gläubigen erwähnt. Unsere Pflicht ist also die Gläubigen auf einer Sprache zu dienen, die alle kennen, und alle andere Sprachen die benutzt werden gleichzeitig zu respektieren, weil man ja weisst, dass die Katholische Kirche nicht zu einer oder anderer Sprache neckt, sondern alle als Geschenk Gottes auffasst.”

 

Die römisch-katholische tschango-ungarischen Glaubigen der Diözese Jászvásár haben mehrmals beantragt, Messen in ihrer Gemeinde auf Ungarisch einzuführen, aber diese Anträge wurden bis heute nicht erfüllt. Zum Beispiel beantragt man es in der Siedlung Pusztina seit 1991. Jedesmal wurden diese Listen und eigenen Instanzen von 150-200 Glaubigen untergeschrieben, es wäre aber eine grosse Ehre zu glauben, dass diese Instanzen positiv beurteilt würden.
Es wäre auch ein grosser Schritt, wenn sowohl die Kriche als auch die Schule diese Anträge annehmen würde. Die Zahl der Fällen von Szitás und anderen Dörfern ähnlich würden sich vermindern, die Leute würden es als natürlich auffassen, so würde auch keine Spannung sich unter den Mitgliedern der Gemeinschaft ausbilden. Es wäre natürlich, sowohl Messe auf Ungarisch in der Kirche als auch Stunden auf Ungarisch in der Schule zu haben. Es wäre ein Europa würdiges Beispiel.

 

“Ferner denke ich, dass es uner Pflicht ist – mit der Bewahrung der Sitten, Kulturerben und Glaube – die Armut von der viele in unseren Gegenden leiden zu eliminieren: die schlechten Strassen, der Mangel an Mitteln, die zu einer zeitgemäßen Lebensgestaltung von jeden obliegen sollte, die mit rudimentären Geräten ausgeführte Landwirtschaft, die Leute die gefordert werden von ihrer Familie entfernt zu arbeiten ihre Existenz schaffen zu können, und auch, dass die unterschiedliche Schulen und Funktionen der gegenwärtiger Gesellschaft für sie schwer erreichbar sind… usw. Diese Probleme machen uns auch traurig und beschäftigen uns.”

 

Damit sind wir endlich einverstanden.

 

05.03.2009

 

Übersetzt aus dem Ungarischen von: Zsanett Szeles

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