Der neueste Menschenrechtsreport des US-Außenministeriums

Der Menschenrechtsreport des US-Außenministeriums für das Jahr 2007 ist nun erschienen. Im Bericht über Rumänien werden die Tschangos zweimal erwähnt: einmal im Zusammenhang mit der Einschränkung der Religionsfreiheit, an einer anderen Stelle wegen des Sprachunterrichts.
"Die römisch-katholische Gemeinschaft der Tschangos, eine ethnische Gruppe, die einen ungarischen Dialekt spricht, hat geltend gemacht, dass die römisch-katholische Diözese von Iasi sich weiterhin dem Gottesdienst in ungarischer Sprache entgegenstellt, ungeachtet einer Entscheidung des CNCD [rumänische Behörde gegen Diskriminierung] aus dem Jahre 2005, nach der die Verweigerung von Gottesdiensten in der Muttersprache eine Einschränkung der Religionsfreiheit darstellt."
Des Weiteren beinhaltet der Bericht die Unterrichtsdaten des Schuljahres 2007/2008 und stellt fest, dass die Tschango Gemeinschaft weiterhin staatlich finanzierten Unterricht in ungarischer Sprache durchführte. Dieser Unterricht findet in 14 Ortschaften statt, 988 Schüler haben die Möglichkeit, an ihm teilzunehmen. In dem Bericht wird darauf eingegangen, dass 66 Schüler nicht am Unterricht teilnehmen konnten, da in Folge einer Einschüchterungskampagne lokaler und schulischer Behörden ihre Eltern die Anträge auf Sprachunterricht zurückzogen. Die nicht benannten Orte sind Gajdár und Lujzikalagor, wo zur Zeit drei Lehrer des Verbandes der Tschango-Ungarn in der Moldau stattdessen außerschulische Aktivitäten organisieren.
Im letztjährigen Bericht wurde noch erwähnt, dass 7900 Schüler keine Unterrichtsmöglichkeit in ungarischer Sprache hatten. Obwohl es im diesjährigen Bericht nicht erwähnt wird, hat sich die Lage seitdem nicht viel verbessert. In der Moldau sprechen bzw. verstehen ungefähr 9000 Kinder Ungarisch, von ihnen kann unser Verband nur 1400 Schüler in 19 Gemeinden unterrichten. So erreicht unser Bildungsprogramm kaum mehr als 10 % der Ungarisch beherrschenden Kinder. Wir müssten in weiteren 30 Gemeinden mit dem Unterricht beginnen, solange den Kindern Ungarisch noch als Muttersprache zu unterrichten möglich ist.

4.02.2009

 

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